Schmerzende Beine: Schaufensterkrankheit

VisioradPatientengeschichte

Wie Rainer Jessen wieder ohne Operation schmerzfrei laufen kann

Ein innovatives Verfahren zur schnellen und schonenden Behandlung kommt in der Interventionellen Radiologie von VISIORAD im Gefäßzentrum des Asklepios Westklinikums Rissen zum Einsatz. Eingeengte Gefäße werden mit einer neuen minimal-invasiven Methode wieder geöffnet. „Wir sprechen von einer Angiographischen Intervention,“ erklärt Dr. Guido Girolami, Facharzt für Interventionelle Radiologie das Verfahren. „Mit Hilfe einer kleinen Nadelöffnung behandeln wir sehr erfolgreich die arteriosklerotisch bedingte Verschlußkrankheit der Becken- und Beingefäße, die so genannte Schaufensterkrankheit.“ „Ich habe meine Schmerzen in den Beinen eigentlich immer gut verstecken können, beschreibt Rainer Jessen (63) seine Erkrankung. „Erst hatte ich Kälte- und Schwächegefühle in den Beinen. Wenn ich dann nach schon kurzer Zeit nicht mehr laufen konnte, habe ich mich sehr für die Schaufensterauslagen interessiert. Bin ich dann etwas stehen geblieben, hatte ich wieder neue Kraft – allerdings nur für kurze Zeit.“

Dr. Girolami bespricht mit Rainer Jessen die Untersuchungsergebnisse

Dr. Girolami bespricht mit Rainer Jessen die Untersuchungsergebnisse

Die Anzeichen von Rainer Jessen sind typisch für den Krankheitsverlauf der Schaufensterkrankheit. Gefäße verschließen sich meist nicht innerhalb kurzer Zeit, sondern „verkalken“ über Jahre. Der Körper reagiert darauf, indem er Umleitungen für die betroffenen Beingefäße schafft. „Diese Ersatzadern können aber nicht den nötigen Druck erzeugen und transportieren so nicht den nötigen Sauerstoff. Es kommt zu Schmerzen in den Beinen und die Patienten können nur schwer längere Strecken gehen,“ so Dr. Girolami. Hier hilft das schonende Verfahren der Angiographischen Intervention. Die Patienten werden dabei nur örtlich an der Einstichstelle betäubt. Dann wird unter radiologischer Kontrolle die Arterie mit einer kleinen Nadel punktiert und ein kurzer Katheter eingeführt. Hierdurch können je nach Behandlungsort (Beckengefäße, Beingefäße) beispielsweise aufpumpbare Ballons zur Aufweitung von Gefäßengstellen (Ballondilatation) oder Stents schmerzfrei eingeführt und unter bildgebender Navigation zielgenau positioniert werden. Mit einem Röntgenkontrastmittel kann der behandelnde Arzt dabei Ausdehnungen oder Einengungen der Arterien erkennen und später den Erfolg der Behandlung sofort messen. „Der Vorteil des Verfahrens liegt auf der Hand,“ meint Dr. Girolami. „Wir können auf eine belastende Vollnarkose verzichten und der Patient hat nur eine kleine Wunde von etwa einem halben Zentimeter, die schnell und in der Regel ohne Wundheilungsstörungen oder Vernarbungen verheilt.“ So kann die Behandlung ambulant oder im Rahmen eines oft nur 1-tägigen stationären Aufenthaltes erfolgen. Bei Rainer Jessen dauerte der gesamte Krankenhausaufenthalt nur 4 Stunden. „Am Nachmittag war ich schon wieder zuhause und kann nun ohne eine offene Operation endlich ohne Schmerzen auch lange Strecken laufen.“ Neben der Behandlung der Schaufensterkrankheit können im Gefäßzentrum am Asklepios Westklinikum in Hamburg-Rissen auch krankhafte Neubildungen oder Erweiterungen von Gefäßen (Aneurysmen) versorgt sowie Erweiterungen von verengten oder verschlossenen Dialyseshunts durchgeführt werden. Im neuen Gefäßzentrum arbeiten Spezialisten aller relevanten Fachabteilungen (Angiologie, Gefäßchirurgie, Diabetologie, Kardiologie, Radiologie) zusammen. Damit können neben der kompletten konservativen Behandlung eine Vielzahl interventioneller Verfahren angewendet werden. Zudem steht eine erfahrene gefäßchirurgische Abteilung zur Verfügung. Durch diese fachübergreifende Zusammenarbeit der Spezialisten erhält der Patient eine optimale Versorgung. Dabei ist VISIORAD ein wichtiger Partner. VISIORAD bietet seit über 25 Jahren ein umfassendes medizinisches Präventions-, Diagnostik- und Therapieangebot in den Bereichen Radiologie, Nuklearmedizin sowie Strahlentherapie an. An den insgesamt 6 Standorten in Hamburg und Schlewsig-Holstein versorgt VISIORAD fast 80.000 Patienten pro Jahr. Mehr Informationen über VISIORAD erhalten Sie unter www.visiorad.de. Für WELT-Leser bietet VISIORAD eine Telefon-Hotline an. Nähere Informationen zum Untersuchungsablauf und zu einer Terminvereinbarung gibt es für den Standort in Hamburg am Asklepios Westklinikum Rissen unter Telefon (04101) 5442 -0 oder (040) 8199 2460.

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