Intraoperative Radiotherapie

Die intraoperative Bestrahlung stellt eine Sonderform der Strahlentherapie dar. Sie wird in unserer Praxis zur Zeit ausschließlich für die Bestrahlung bei Brustkrebs nach brusterhaltender Operation  in Zusammenarbeit mit den Gynäkologen des Albertinen-Krankenhauses angeboten.

Auch für die Gynäkologie des Klinikums Pinneberg laufen entsprechende Vorbereitungen.

Nach einer brusterhaltenden Operation schließt sich automatisch eine Strahlentherapie an, da nur so das Wiederauftreten des Tumors nachhaltig bekämpft werden kann. Diese Bestrahlung dauert üblicherweise gut 7 Wochen.  Mit der intraoperativen Bestrahlung verkürzt sich dieser Zeitraum auf 5 ½ Wochen, da ein Teil der Bestrahlung bereits während der Operation gegeben wird.

Der Vorteil der Methode liegt insbesondere darin, dass intraoperativ mit Sicherheit das sogenannte Tumorbett - also die Stelle, an der der Tumor gelegen hat - durch die Bestrahlung erfasst wird. Muss diese Stelle später definiert werden, so ergeben sich für die Strahlentherapeuten leicht Probleme. Die Brust wird, nachdem der Tumor entfernt wurde, oft rekonstruiert, um wieder eine ansprechende Form herzustellen. Dabei verschiebt sich aber die Anatomie der Brust. so dass das eigentliche Tumorbett nicht mehr so leicht wieder zu finden ist. Erfolgt die Bestrahlung intraoperativ, so verlängert sich dadurch die Operationszeit um bis zu 1 Stunde.

Das bedeutet also eine verlängerte Narkosezeit für die Patientin sowie eine eingeschränkte Nutzbarkeit der Operationssäle für die Gynäkologen und einen erheblich größeren Organisationsaufwand für die OP-Planung.