Brachytherapie (Afterloading)

Auch die Brachytherapie stellt eine Sonderform der Strahlentherapie dar. Sie wird in unserer Praxis zumeist für die Bestrahlung bei Gebärmutterkrebs durchgeführt.

Bei der Brachytherapie wird – anders als bei der Bestrahlung am Linearbeschleuniger – eine kleine radioaktive Quelle benutzt. Diese ist so dick wie eine Bleistiftmiene und 5 mm lang. Das radioaktive Material hat – im Gegensatz zur sonstigen Bestrahlung von außen – eine nur sehr geringe Eindringtiefe in das umliegende Gewebe. So können Organe, die in der Nachbarschaft liegen, sehr gut geschont werden.

Auf der anderen Seite kann man die Brachytherapie deshalb aber auch nur dann einsetzen, wenn man oberflächlich gelegenes Gewebe bestrahlen will.

Beim Gebärmutterkrebs besteht ein Risiko für die Ausbildung von Metastasen in der Scheidenschleimhaut. Die Scheide insgesamt wird bei der Operation nicht mit erfasst, muss daher meist ergänzend mit einer Strahlentherapie behandelt werden. In bestimmten Fällen ist die Brachytherapie auch gar nicht erforderlich. Da die Scheidenschleimhaut ein sehr dünnes Gewebe darstellt, ist sie für die Brachytherapie sehr gut geeignet.

Weitere seltene Einsatzgebiete der Brachytherapie gibt es auch in der Speiseröhre oder in der Luftröhre und den Bronchien.